Freitag, 23. März 2012

[Rez] Alexandra Ardonetto - Halo

Titel: Halo
Originaltitel: Halo
Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: rororo (1. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499216000
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 17,95€

Band 1: Halo
Band 2: Hades (November, 2012)
Band 3: ?




Inhalt:



In dem verschlafenen Ort Venus Cove scheint die Welt noch in Ordnung. Doch dunkle Mächte sammeln sich, immer öfter kommt es zu unerklärlichen Todesfällen. Bis eines Nachts drei Engel auf der Erde landen, vom Himmel gesandt, um dem Bösen Einhalt zu gebieten. Fasziniert vom Leben der Menschen, mischt sich Bethany, die jüngste und unerfahrenste der drei himmlischen Geschwister, unter die Schüler der Highschool– und verliebt sich Hals über Kopf in den attraktiven Schulsprecher Xavier. Doch ihre Liebe bringt die Mission der Engel in Gefahr, denn niemand darf über ihre eigentliche Herkunft Bescheid wissen. Und schlimmer als der Zorn des Himmels ist die Bedrohung durch das Böse, das bereits ein Auge auf Bethany geworfen hat …


Erster Satz:
 "Unsere Ankunft verlief nicht ganz nach Plan."

Cover:

Das Cover ist definitiv ein Blickfang. Wunderbar warme Farben und die Silhouette eines Engels und eines Jungens vor einem Sonnenaufgang. Auch unter dem Schutzumschlag ist es schwarz mit wunderhübschen Schnörkeln. Da hat sich jemand viel Mühe gegeben.



Meine Meinung:


In Venus Cove passieren seltsame Dinge, woraufhin die drei Engel Gabriel, Ivy und Bethany auf die Erde gesandt und in menschliche Körper gesteckt werden. Doch nicht alles läuft nach Plan und als Bethany sich verliebt, ändert sich einiges. Als dann auch noch Jake Thorne auf dem Plan erscheint, läuft einiges schief.


Zuallererst trumpft Halo mit einem wunderschönen Schreibstil. Er ist wunderbar flüssig zu lesen und hat genau die richtige Portion Kitsch. Man merkt, dass Alexandra Ardonetto hier viel Liebe zum Detail an den Tag legt und Halo ist definitiv etwas für jene, die gerne eine gut durchdachte und hübsche Liebesgeschichte lesen. 

Leider wirken Gabriel und Ivy etwas zu perfekt, selbst für Engel. Sie sind wie perfekt gemeißelte Marmorstatuen und machen niemals etwas falsch. Ebenfalls werden sie eher oberflächlich angeschnitten. Bethany dagegen ist schon weit menschlicher und muss erst lernen, sich auf der Erde zurecht zu finden. Sie lässt sich schnell von der Menschlichkeit mitreißen und ist mehr Teenager, als man es von einem Engel erwarten würde.


Mutig finde ich auch, dass sich die Autorin anscheinend genaue Vorstellung vom Himmel gemacht hat und diese in ihrem Buch auch einbringt. Das Thema ist an und für sich nicht gerade einfach, aber in dem Fall wunderbar gelöst. 


Die Liebe zwischen Bethany und Xander entwickelt sich für eine Jugendgeschichte sehr langsam und als Bethany ihm gesteht, dass sie ein Engel ist, reagiert Xander mir ein wenig zu lasch. Den Engeln kann man ihre Perfektion noch verzeihen, aber selbst Xander scheint der perfekte Freund zu sein - immer zur Stelle, hilfsbereit, mutig, gutaussehend, verständnisvoll und ein riesengroßes Maß an Akzeptanz. 


Was mir persönlich überhaupt nicht gefallen hat war, dass die Liebesgeschichte sich so in den Vordergrund gedrängt hat. Von der Mission nichts mehr zu spüren. Man liest und liest und liest und nichts passiert. Dann denkt man, endlich passiert etwas, als Gabriel mit dem Rat über Beths Liebe zu Xander spricht, aber nichts , es wird einfach so hingenommen. Vorher hat Beth riesige Angst vor der Reaktion, weil sie weiß, welche Strafe auf ihr Vergehen wartet. Und dann passiert nichts. Alles ist Friede, Freude, Eierkuchen. 


Und so fehlte mir leider gänzlich die Spannung. Ungefähr 500 von 560 Seiten drehen sich nur um Xander und Beth, zwischendurch wird mal hier mal da mit Molly rumgeschäkert, aber ansonsten - nichts. Auch als Jake ins Spiel kommt, wird es gerade mal für kurze Zeit spannend und der so genannte Showdown wird so schnell abgehandelt, dass nicht mal Zeit dafür ist, Spannung zu empfinden. Die Autorin hält sich solange mit Erklärungen auf und in dem Buch steckt soviel Liebe zum Detail, dass ich den "großen Kampf" einfach nur hin geschmiert fand. Ein Sorry an die, die das nicht so empfunden haben, aber mir kam es einfach nur lieblos vor. 


Fazit:


Definitiv was für Leute, die eine zarte Liebesgeschichte lesen wollen. Nicht viel Spannung, nicht viel Aufregung, aber dafür ein gutes Buch, um sich ein paar Stunden des Tages zu vertreiben. Es besticht durch eine hübsche Aufmachung, einen wunderbar leichten Schreibstil und eine Liebesgeschichte mit "Happy End", auch wenn am Ende dann doch nochmal der typische "Cliffhanger" kommt.

3 von 5 Federn


Vielen Dank an den rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar :)


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