Samstag, 31. März 2012

[Rez] Amy Kathleen Ryan - Sternenfeuer

Titel: Sternenfeuer - Gefährliche Lügen
OT: Sky Chasers 1 - GLOW
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: PAN (1. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426283611
Preis: 16,99€


Band 1: Gefährliche Lügen
Band 2: Engl. Spark (17.Juli 2012)
Band 3: ?





Inhalt:

Der Auftakt zur großen Sternensaga! Die 15-jährige Waverly gehört zu den ersten Kindern, die an Bord des Sternenschiffes Empyrean geboren wurden. Jedermann erwartet, dass sie bald ihren Freund Kieran heiraten wird, um eine Familie zu gründen und das Überleben der Menschheit auf der langen Reise zu einem fernen Planeten zu sichern. Waverly liebt Kieran sehr – aber ist sie trotzdem schon bereit, so früh diesen entscheidenden Schritt zu gehen? Das friedliche Leben endet dramatisch, als wie aus dem Nichts das lange verschollen geglaubte Schwesterschiff angreift, die Erwachsenen tötet und alle Mädchen entführt. Während Kieran auf der schwer beschädigten Emphyrean um sein Überleben kämpft, muss Waverly viele Lichtjahre entfernt alles daransetzen, zu ihm zurückkehren zu können … 

Erster Satz:

Das andere Schiff hing wie ein Spiegelbild im Raum, silbern im ätherischen Licht des Nebels.

Cover:

Das Cover ist sicher hübsch, aber irgendwie fehlt mir der Bezug zur Geschichte. Denn eine Kette kommt nicht darin vor, das einzig passende ist die Abbildung des Weltalls in der Kette.
Allerdings finde ich, dass der deutsche Titel hier wesentlich besser passt, als der nichtssagende englische Titel "Glow". Also gute Titelwahl, sollte mal gesagt sein :)

Meine Meinung:

Die Erde ist ein unbewohnbarer Ort geworden und es wurden zwei Schiffe losgeschickt, um "New Earth" zu bereisen und wieder zu bevölkern. Waverly und Kieran lieben sich und wollen heiraten. Die Idylle wird aber zerstört, als das Schwesternschiff der Empyreon sie angreift und alle Mädchen entführt. Mit einem beschädigten Schiff und ohne die Hilfe der Erwachsenen versuchen sie auf der Empyreon nun zu überleben, währen die Mädchen auf der "New Horizon" mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Ich finde es ziemlich schwer, das Buch zu bewerten, vorallem weil ich fand, das die erste Hälfte des Buches sich irgendwie gezogen hat. Außerdem hat es mir an Informationen gefehlt. Vorallem auf die Erde bezogen wurden die Informationen für den Leser hier sehr dünn gesät. 
Betonen muss ich hier aber mal den sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil der Autorin. Die Seiten ließen sich wirklich einfach so weglesen.

Die beiden Hauptpersonen der Geschichte sind Kieran und Waverly. Zu beiden konnte ich nicht so recht den Zugang finden, mir fehlte da ein bisschen mehr Gefühl - bzw. wenn Gefühl vorhanden war, kam es einfach nicht richtig rüber. Und als Charakter fand ich Seth dann auch noch irgendwie interessanter - zumindest bis die Autorin diesen im weiteren Verlauf zum Tyrannen machte. Zwickmühle. Aber ab dem Zeitpunkt der Entführung konnte mich das Buch dann doch noch ein wenig mitnehmen.

Von da an wechselt die Sicht zwischen Waverly, auf der New Horizon, und Kieran auf der Empyreon. Beide kämpfen mit Problemen und ich empfand langsam Symphatie für Waverly, die niemals aufgegeben hat und einen starken und selbstbewussten Charakter herauskristallisierte.

Der Autorin ist es in dem Sinne wirklich gelungen, ein Umfeld zu schaffen, in dem selbst der Leser nicht mehr weiß, wem er Vertrauen kann und irgendwie verliert man sich ein wenig in dem Meer aus Lügen. Man will wissen, wer die Wahrheit sagt oder was gelogen ist und das ist dann auch der Knackpunkt - es wird teilweise einfach nicht aufgeklärt, man erfährt einfach nicht, was die Wahrheit ist.

Unglaubwürdig fand ich hingegen die Leichtgläubigkeit der anderen Mädchen oder das wirklich alle Erwachsenen von 250 Kindern ums Leben gekommen sein sollten bzw. die, die eingesperrt waren, wirklich nicht bemerkt wurden. Auch die Entscheidung der restlichen Erwachsenen auf der Empyreon konnte ich irgendwie nicht nachvollziehen: rational wäre es doch gewesen, wenn wenigstens einer, der die Funktionen des Schiffes kennt, bei den Kindern geblieben wäre, aber alle versuchen den Reaktor zu reparieren, mit dem Wissen, dass das ihr Tod ist.
Aber okay. 

Leider hat mir auch die Wende Richtung Glauben und Gott nicht so recht zugesagt, ich mag das Thema einfach an sich nicht, denn irgendwo hat es ebenfalls etwas leichtgläubiges, Sektenhaftes. Aber ich kann mir persönlich auch nicht vorstellen, mein Leben lang in einem Raumschiff durchs All zu fliegen. Vielleicht ändern sich da die Beweggründe.

Diese Rezension klingt nun wirklich negativer, als sie gemeint ist. Das Buch ist spannend, das Thema ist relativ neu und unverbraucht. Der Schreibstil ist schön und leicht zu lesen. Und natürlich endet es mit einem gemeinen Cliffhänger.

Fazit:

Schwerer Start, der sich aber laufend steigert. Den Charaktern fehlt es ein wenig an Tiefe und viele Dinge bleiben ungeklärt. Ansonsten eine gute Idee, bei der man sich selbst eine Meinung bilden sollte.


3 von 5 Federn :)

Vielen Dank an den PAN - Verlag, für dieses Rezensionsexemplar! :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen