Dienstag, 13. März 2012

[Rez] Rachel Vincent - Soul Screamers 01

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899419464
ISBN-13: 978-3899419467
Originaltitel: Soul Screamers 1: My Soul to Take
Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,8 x 2,8 cm
Preis: 9,95€ 






Inhalt (Amazon.de):

Sie kann keine Toten sehen, aber …Sie spürt, wenn jemand in ihrer Nähe sterben wird. Und dann zwingt eine unbesiegbare Macht sie zu schreien, so laut sie kann.Kaylee kann ihr Glück kaum fassen. Der schärfste Typ der Schule hat sie angesprochen! Nash hat die schönsten braunen Augen, die sie je gesehen hat. Als er sie auf die Tanzfläche zieht, glaubt Kaylee zu träumen. Aber das perfekte Date hat sie sich anders vorgestellt. Erst entdeckt sie ein Mädchen, das scheinbar von einem schwarzen Nebel umgeben ist. Dann wird Kaylee übel, und plötzlich lastet eine schreckliche Schwere auf ihr. Um nicht zu schreien, dass die Fensterscheiben zerspringen, rennt sie schweißgebadet raus. Wie peinlich! Nash muss sie jetzt für völlig verrückt halten. Doch seltsamerweise bleibt er ganz ruhig … Am nächsten Tag erfahren sie, dass das Mädchen tatsächlich tot ist. Bald sterben weitere. Und Kaylee ist die Einzige, die weiß, wen es als Nächsten trifft … 


Erster Satz:
„Nun mach schon“, flüsterte Emma neben mir.


Cover:

Ich persönlich finde, dass man zwangsweise einen Blick auf das Cover werfen muss. Die herausstechenden roten Lippen fallen einem sofort in den Blick. Ich finde das Cover echt gelungen und vor allem passend zum Titel.



Meine Meinung:

Kaylee lebt bei ihrer Tante und ihrem Onkel. Sie geht zur Schule, hat eine beste Freundin und ist theoretisch ein ganz normaler Teenager. Mit dem Unterschied, dass hin und wieder Menschen auftauchen, die von einer schwarzen Wolke umgeben sind und Kaylee dann den Drang verspürt, sich die Seele aus dem Leib zu schreien. Nur mit Mühe und Abstand kann sie das unterdrücken. Die Angst vor dem Verrückt sein bleibt. Sie beginnt langsam zu begreifen, als Nash in ihr Leben tritt und immer mehr junge Mädchen, die vorher von schwarzen Rauch umgeben waren, plötzlich tot umfallen.

Eigentlich müsste ich meine Meinung in Kapitel unterteilen, denn sie hat während des Buches sehr geschwankt. Ich fand, dass die ersten 50 Seiten einfach unrealistisch waren. Nash und Kaylee gehen schließlich schon eine Weile auf dieselbe Schule und er hat sie nie beachtet. Und dann plötzlich treffen sie sich in der Disco und bumm – es ist die große Liebe, schnell ist Nash wichtiger als die jahrelang beste Freundin und es herrscht grenzenloses Vertrauen, obwohl der Junge offensichtlich was verbirgt.
Im Verlauf der Geschichte klärt sich das auf, aber unabhängig von diesem Wissen, dass man anfangs nicht hat, geht es einfach zu schnell, zu unrealistisch. Liebe auf den ersten Blick ist es ja definitiv nicht, denn sie gehen schon jahrelang auf dieselbe Schule.

Vom Anfang war ich echt enttäuscht, aber dann hat es sich rasant gesteigert. Die Geschichte raste nur so dahin und lies den Leser rätseln, was es mit Kaylee auf sich hat. Die Autorin hat ein gutes Konstrukt aus Charakteren geschaffen, die allesamt sympathisch sind. Besonders mochte ich aber Todd und am Ende hatte ich alle Charaktere lieb gewonnen. Dazwischen baute sich ein stetiger Spannungsbogen auf, der Leser wurde schmählich mit Informationen gefüttert und quasi mit einer Spur aus Brotkrummen durch das Buch geschleift. 

Etwas lasch fand ich die Emotionsebene in „Soul Screamers“ – das ein oder andere Mal hätte ich mir etwas mehr Emotionen gewünscht, vor allem als Kaylee erfährt, wer sie ist und was ihre Familie damit zu tun hat. Ebenso als sich alles aufklärt, bleibt der Emotionspegel bei Kaylee eher im unteren Bereich. Das positive daran, sie ist keine dieser Hauptprotagonisten, die bei der kleinsten Kleinigkeit den Kopf verlieren. Aber ein tick mehr Gefühl hätte es doch sein dürfen.

Der Schreibstil ist flüssig, ohne längen oder sonstiges und bezieht sich auf das wesentliche. Am Ende überrascht uns die Autorin dann ebenfalls mit einigen unerwarteten Wendungen, die ich persönlich echt klasse fand. Und auch das Thema, an dem Rachel Vincent sich hier versucht und die ganze Idee, die dahinter steckt, ist noch längst nicht ausgeschöpft. Manchmal ist ein Schritt in unbekanntes Gebiet der beste, den man machen kann. Ich jedenfalls werde mir die Folgebände sicherlich zulegen, schon weil die Reihe im Regal unheimlich chic aussieht und ich die Themenkategorien vom „Mira Taschenbuch“ – Verlag echt toll finde. Luna und Soul sprechen mich da besonders an.

Fazit:

Ein durchaus gelungener Auftakt mit einer außergewöhnlichen Idee. Lesenwert? Auf jeden Fall.


4 von 5 Federn


Vielen Dank an den "Mira Taschenbuch" - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! :)


Kommentare:

  1. Tolle Rezi! :)
    Haha muss jedes Mal lachen wenn ich den Sherlock B.-Button in deiner Sidebar sehe^^

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  2. Schöne Rezension!
    Fand die Entwicklung der Liebesgeschichte am Anfang auch etwas abrupt, aber mit der Zeit machte es ja Sinn und im Gesamten fand ich es dann nicht weiter schlimm.
    Und Todd hat mich ja auch total begeistert! Ich mag ihn mehr als Nash :D

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  3. Mir ging es mit dem Buch sehr ähnlich. Es lies sich wunderbar flüssig lesen, ist aber jetzt auch nichts was einem noch Monate später nachhängen wird.
    Schöne Rezi!

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  4. Ich freue mich schon total auf den nächsten Teil, weil ich die Idee so außergewöhnlich finde. Mal etwas ganz anderes :)

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