Montag, 14. Mai 2012

[Rez] Katrin Lankers - Elfenblick

Titel: Elfenblick
OT: Elfenblick 
Autor: Katrin Lankers
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: arsEdition (18. Januar 2012)
Sprache: Deutsch
Preis: 19,99€

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Erin blickte sie unverwandt an mit diesem Blick, bei dem Magelis Hirn den Dienst versagte. "Wir sind uns so ähnlich", sagte er. "Und doch so verschieden. Als lebten wir in zwei getrennten Welten. Ich in der Welt der Elfen und du in der Welt der ... Menschen", beendete sie den Satz für ihn. "Menschen", bestätigte er, als sei das für ihn ebenso verrückt wie für sie die Vorstellung von einem Elfenreich. "Das verlorene Land", murmelte er so leise vor sich hin, dass Mageli nicht sicher war, ob sie es überhaupt hören sollte. Als Mageli den geheimnisvollen Erin kennenlernt, ahnt sie, dass etwas an diesem Fremden anders ist. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, während gleichzeitig die Grenzen zwischen Traum und Realität für Mageli immer mehr zu verschwimmen scheinen. Als Erin in Gefahr gerät muss sie eine Entscheidung treffen: Kann sie ihn retten, indem sie auf die Macht ihrer Träume vertraut?


 "Das Kind ist da."
 Ja, das ist ja mal wieder ein wunderschönes Cover. Ich liebe es, aber es wirkt auch sehr eisig. :D Aber super schön!
 
Elfenblick kann man ganz grob zusammenfassen, denn es kommt viel Altbekanntes darin vor.

Mageli fühlt sich ihrer Familie nicht zugehörig, in der Schule ist sie ein Außenseiter, obwohl sie sehr hübsch ist. Als dann Erin in ihr Leben tritt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch wer ist Erin und wieso ist er so anders als die anderen Jungs? Als sie erfährt, dass noch ein anderes Reich neben dem der Menschen existiert und eben dieses Erins Heimat ist, gerät ihr Weltbild ins schwanken. Als dann auch noch Erin in großer Gefahr schwebt, kann Mageli nicht anders: sie reist ins Elfenreich um ihn zu retten. Was sie da erfährt, verändert ihr Leben drastisch.

Elfenblick ist mein erstes „Elfenbuch“ und trotzdem hat es für mich leider nicht viel Neues bereitgehalten. Mageli ist leider keine besondere Protagonistin, eben so, wie bereits in vielen anderen Jugendromanen verwendet -  trotzdem war sie mir eigentlich ganz symphatisch.
Aber was ich mich wirklich gefragt habe: WER hat sich denn diesen Namen ausgedacht? Margarethe-Elisabeth – abgekürzt Mageli – hat mich beim Lesen immer furchtbar an „Maggi Würze“ erinnert. Da hätte man definitiv bessere Namen finden können.
Aber gut, mal abgesehen davon fand ich auch, dass Mageli furchtbar schwer von Begriff war. Ich wollte sie manchmal nur noch schütteln und ihr die Tatsachen an den Kopf schmeißen. Ich finde Katrin Lankers hätte ihr dann doch etwas mehr logisches Denken einverleiben können bzw. ihren Lesern mehr zutrauen dürfen. Denn wenn der Leser schon längst wusste was Sache ist, rätselte Mageli noch Seitenweise um die simpelsten Dinger herum.  Zeitweise war das echt anstrengend, wenn dann die tausendste Anspielung zu irgendwas kam und Mageli immer noch nichts verstanden hat.
Schade fand ich, dass  sich vor meinem inneren Auge einfach kein Bild von ihr geformt hat. Für mich blieb sie eine blonde Gesichtslose.
Erin hat mir dagegen sehr gut gefallen – okay, er kommt nicht soooo häufig vor, aber wenn dann wirkt er sehr realistisch – sein Charakter wirkte ausgereifter als die anderen und er war mir einfach sympathisch – auch wenn er ebenfalls der typische „Märchenprinz“ ist.
Ebenfalls gut gefallen hat mir die Idee mit den Träumen, auch wenn man das ganze vielleicht etwas mehr hätte ausbauen können.  Auch Magelis Weg ins Elfenreich ist sehr fantasievoll gestaltet. Und aus der Grundidee wäre viel viel mehr rauszuholen gewesen - so wirkt es leider, als hätte Katrin Lankers zwischendurch nicht gewusst, wie sie die Geschichte weiterlaufen lassen kann und einige Aspekte bleiben für mich sehr wage - z.B. wieso Mageli mitten in der Nacht durch den Wald zu Rosann muss oder wie sie überhaupt auf die Idee kommt, dass ihre Eltern nicht ihre Eltern sind. Denn kein normales Mädchen kommt durch einen Zeitungsartikel bzw. einen Bericht auf so eine Idee und verfolgt diese so hartnäckig. Da hätte ich mir die Hintergründe etwas mehr "gepolstert" gewünscht.
Eine Spannungskurve ist definitiv vorhanden - wenn auch wenig konstant. Vielleicht falle ich auch einfach aus der Zielgruppe, denn für jüngere Leser ist es bestimmt ein super Buch. Der Schreibstil ist sehr einfach und ebenfalls für jüngere Leser gut verständlich.
Alles in allem gibt es viele gute Ansätze, die man wirklich weiter hätte ausarbeiten müssen.
Und zum Ende muss ich einfach nochmal spoilern - denn durch das Ende hat das Buch bei mir noch einen Stern verloren - leider!
SPOILER! (zum lesen markieren)
Was ist das denn für ein Ende? Mageli und ein paar Elfen gelangen in die Menschenwelt und leben dann Friede, Freude, Eierkuchen like weiter? Das war für mich unverständlich und einfach ein erzwungenes Happy End. Denn was ist mit den anderen Elfen, die immer noch unterdrückt werden? Die sind einfach vergessen? Aus den Augen aus dem Sinn? Also das passt überhaupt nicht rein, es wirkt wirklich, als wär die maximale Seitenzahl erreicht worden und es musste zu einem schnellen Ende gebracht werden.
SPOILER ENDE!

So, hätte es vorher trotz einiger Mängel noch vier Sterne von mir erhalten, bekommt es nach dem Ende nur noch 3! Warum 4, wenn ich soviel zu meckern habe? Ich hab mich gut unterhalten gefühlt und es liest sich sehr entspannt. :) Aber ich würde es eher den jüngeren Lesern empfehlen und auch nur, wenn man noch nicht so viel zu dem Thema gelesen hat.

3 von 5 Federn
Ich bedanke mich herzlich bei :


1 Kommentar:

  1. Schöne Rezension, danke! Ich denke, ich werde es nicht lesen. ^^

    LG
    Lydia

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